Vincent van Gogh

Selbstporträt mit Strohhut (van Gogh)

Selbstporträt mit Strohhut (van Gogh)
"Selbstporträt mit Strohhut (van Gogh)"

Vincent van Gogh, 1887
Öl auf Leinwand
Tags: porträt selbstporträt strohhut
Bild-Aufrufe: 2205

41 × 32 cm, Metropolitan Museum of Art, New York

Im März 1886 fuhr van Gogh zu seinem Bruder Theo nach Paris, dem damaligen Zentrum der Kunstwelt. Nicht ohne Bedenken nahm Theo den Bruder in seiner Wohnung auf. Tatsächlich sollte das zweijährige Zusammenleben der beiden von Höhen und Tiefen geprägt sein.

Van Gogh belegte für einige Monate Kurse im Atelier von Fernand Cormon, einer privaten Kunstschule. Vor allem hier machte er die Bekanntschaft zahlreicher anderer Maler, darunter Henri de Toulouse-Lautrec, Paul Signac, Louis Anquetin und Paul Gauguin. Freundschaft schloss er mit Émile Bernard. Im Kreise der jungen Kollegen, die wie er noch auf den Durchbruch warteten, war er offenbar recht gut integriert. Van Gogh, der für einen Zusammenschluss der konkurrierenden und vielfach zerstrittenen Künstler eintrat, organisierte zwei Gemeinschaftsausstellungen in Restaurants, die für ihn allerdings ohne Verkaufserfolg blieben. Ebenfalls erfolglos blieb die Ausstellung von Bildern im Schaufenster des Farbenhändlers und Kunstliebhabers Père Tanguy.

In Paris lernte van Gogh den damals aktuellen Kunststil, den Impressionismus, kennen. Unter diesem Eindruck hellte seine vormals dunkle Palette sich auf, und er begann, mit verschiedenen Maltechniken zu experimentieren. Er malte viel im Freien, vor allem in der ländlichen Umgebung von Paris, so am Montmartre und in Asnières. Gleichzeitig lernte er Ukiyo-e – japanische Holzschnitte, beispielsweise von Katsushika Hokusai – kennen und begann sie zu sammeln. 1887 organisierte er eine Ausstellung mit Ukiyo-e-Holzschnitten im Cafe Le Tambourin, mit dessen Inhaberin Agostina Segatori er kurzzeitig eine Liebesbeziehung hatte.

Auf Dauer aber waren das hektische Großstadtleben und die häufigen Streitereien unter den Malern, auch der Umstand, dass man ihm verboten hatte, auf der Straße zu malen, für ihn unerträglich. Er beschloss, die Stadt zu verlassen, worüber er später an Theo schrieb: "[…] als ich auf der Gare du Midi von Dir wegfuhr, war ich todunglücklich und beinah krank und beinah ein Säufer, weil ich mich so kaputtgemacht hatte." Im Februar 1888 reiste Vincent van Gogh in das südfranzösische Arles.

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