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Google Bildersuche: Fakten, Funktionen, Geschichte

Die Google Bildersuche

Google Bilder Logo
Google Bilder Logo

Die Bildersuche von Google (google images) ist die größte Bildersuchmaschine der Welt. Sie hat die Suche nach Bildern vollkommen verändert. Während man noch vor zwanzig Jahren Bücher und Kataloge wälzen musste, um nach Bildern und deren Kontext zu recherchieren, dauert es heute nur Sekunden, bis man die entsprechende Information gefunden hat. Der Anspruch ist folgender: Die Google Bildersuche soll es laut Google ermöglichen, das Internet visuell zu entdecken und zu erschließen. Bei vielen Suchanfragen steht eine visuelle Vorstellung im Vordergrund - zum Beispiel, wenn man ein Zimmer neu einrichten möchte.

Doch der Reihe nach ... Die Google Bildersuche:

Online seit 2001
Indexierte Bilder > 50 Mrd.
Suchanfragen > 10 Mrd. pro Tag
URL www.google.de/imghp
Google Bildersuche (Stand Juni 2018)
Google Bildersuche (Stand Juni 2018)

Funktionsweise der Google Bildersuche

Die Google Bildersuche basiert auf der Indexierung von Bildern. Das Bedeutet: Google speichert die Informationen von einem Bild und über ein Bild auf eigenen Servern ab - und zwar so, dass ein Algorithmus sehr schnell auf die Informationen zugreifen kann, um daraus ein Ranking, also eine Ergebnisliste, zu erstellen.

Grundlage dafür sind sog. Crawler (eine Art automatisierte "Benutzer-Maschine"). Ein Crawler folgt Links auf Websites und findet so neue Websites. Wenn der "Googlebot 2.1" eine neue Website gefunden hat, überprüft er im HTML-Quellcode, ob sich Bilder auf der Seite befinden (anhand der typischen Endungen von Bilddateien, also .jpg, .png, .gif, .svg, .webp). Wenn solche Bilddateien gefunden wurden, wird ein anderer Crawler aktiv: der "Googlebot-images/1.0" ist dafür zuständig, Bilder, die sich hinter den gefundenen Bild-URLs verbergen, auf einen Google-Server zu laden und sie dort zu analysieren.

Die Bilder, die Google auf einer Website findet, werden also kopiert und als Miniatur-Thumbnail auf Google-Servern abgelegt. Außerdem werden sie analysiert: wie lautet der Dateiname? Welchen Alt-Text (Alternativ-Information für Menschen mit Sehschwäche) hat das Bild? Was steht vor und nach dem Bild geschrieben? Ziel ist es, das Bild möglichst exakt bestimmten Begriffen zuzuordnen. Unter diesen Begriffen wird das Bild dann potentiell in der Google Bildersuche angezeigt.

Prinzipielle Funktionsweise der Algorithmen der Google Bildersuche
Prinzipielle Funktionsweise der Algorithmen der Google Bildersuche,
Grafik von Martin Mißfeldt, tagSeoBlog.de

Da es für viele Begriffe sehr viele Bilder gibt, hat Google die Anzahl der Signale, die für die Berechnung der Reihenfolge der Bilder in den Suchergebnissen sinnvoll sind, erheblich ausgeweitet. Ziel von Google ist es, den Benutzern möglichst passende Bilder anzuzeigen.

Die gezielte Optimierung von Bildern für die (Google-) Bildersuche nennt man "Bilder-SEO" (SEO = search Engine Optimization, zu deutsch: Suchmaschinenoptimierung).

Google Bildersuche Funktionsweise: Suche mit ...
Google Bildersuche Funktionsweise: Suche mit ...

Die Bilder können auf drei verschiedenen Wegen erkundet werden:

Suche mit Bild (Search by image)

Mitte Juni 2011 hat Google ein völlig neue Art der Suche vorgestellt: Mit "Search by image" kann man Bild aus dem Internet oder vom eigenen PC aus in das Google-Suchfeld ziehen - und sofort werden gleiche und ähnliche Bilder angezeigt. der Algorithmus vergleicht also on-the-fly das Bild mit denen aus dem Bildersuche-Index. Dabei werden nicht nur identische Bilder gefunden, sondern auch solche, die nur einen Ausschnitt zeigen oder in denen die Vorlage ein Teil des Gesamtbildes ist. Zu den Anfängen siehe tagSeoBlog.de: "Google stellt “Search by Image” vor".

Google Bildersuche - Suche mit Bild (Search by image)
Google Bildersuche - Suche mit Bild (Search by image)

Das Bild als Suchbegriff

Das Ganze funktioniert sehr intuitiv auch per Drag & Drop, indem man ein Bild aus der Bildersuche in ddas Suchfeld oben ziehen kann. Das Bild wird somit zu einem Suchbegriff, nach dem man in der Bildersuche weitersuchen kann.

Aber auch andersherum ist es sehr hilfreich: wenn man auf diesem Weg ein Bild für die Suche benutzt, schlägt Google auf der folgenden Ergebnisseite einen passenden Begriff - oder eine Wortfolge - vor, die nach Googles Analyse am ehesten auf das Bild zutrifft. So kann man zum Beispiel Bildtitel berühmter Kunstwerke ermitteln, wenn man zwar ein Bild vorliegen hat, aber nicht weiß, wie es heißt oder von wem es gemalt wurde.

Ein effektives und hilfreiche Feature, um die Bildersuche im Internet weiter zu verfeinern.

Historie

Google LogoGoogle hat die Bildersuche im Jahr 2001, also drei Jahre nach der "Websuchmaschine" online gestellt. Der Bilderindex, also die Anzahl der Bilder, die von Google indexiert wurden und somit auch in die Berechnung der Bilder-Reihenfolge einfließen können, ist seither rasant angewachsen. Ende 2010 waren es 250 Mio. Bilder, im Jahr 2005 wurde die Grenze von 1 Milliarde Bildern durchbrochen, und Ende 2010 hatte Google bereits über 10 Milliarden Bilder indexiert.

Die letzten verfügbaren Zahlen über die Nutzung der Google Bildersuche stammen aus dem Jahr 2010. Seinerzeit wurden täglich über eine Milliarde Suchanfragen von der Google Bildersuche bedient. Diese Zahl ist inzwischen sicherlich um ein Vielfaches angestiegen.

Darstellungsform / Layout

Google bietet die Bilder als Miniaturen an, sog. Thumbnails. Eine Anzahl der Bilder werden pro Seite angezeigt. Der erste große Relaunch der Oberfläche fand im Jahr 2007 statt. Der zweite prinzipielle Relaunch der Google Bildersuche wurde Mitte 2010 in der englisch-sprachigen Version eingeführt.

Google Bildersuche Layout
Google Bildersuche Layout vom 7. Februar 2017

Neue Bildersuche in Deutschland

Am 7. Februar 2017 hat Google die Funktionsweise der Bildersuche grundlegend verändert. Wenn man auf ein Thumbnail klickt, öffnet sich nicht mehr die Webseite, auf der das Bild zu sehen ist, sondern es öffnet sich eine Art Dia-Show mit dunklem Hintergrund, auf der das große Bild nun direkt zu sehen ist. Man verlässt also nicht mehr die Bildersuche, sondern bleibt bei Google. Erst ein weiterer Klick auf das große Bild öffnet dann die Seite, auf der das Bild in einem inhaltlichen Kontext zu sehen ist.

Google Bildersuche Layout vom 7. Februar 2017
Google Bildersuche Layout vom 7. Februar 2017

Die neue Bildersuche ist sehr umstritten. Nach Ansicht vieler Urheber und Website-Betreiber darf Google die großen Bilder gar nicht nutzen, da Google hierfür keine Nutzungslizenz erworben hat. Mehr dazu siehe tagSeoBlog.de:

Optionen der Google Bildersuche

Google Bildersuche OptionenWie benutzt man die Google Bildersuche am effektivsten? Google bietet am linken Rand zahlreiche Optionen an, um die Bilder-Suchergebnisse zu verfeinern. So kann man zwischen verschiedenen Bildergrößen unterscheiden oder sogar nach einer exakten Bildgröße suchen.

Google kann mittlerweile den "Inhalt" der Bilder grob einteilen. Man kann nach "Gesichtern" filtern, nach "Fotos" oder nach "Clipart". Auch Strichzeichnungen werden angeboten.

Außerdem kann man gezielt nach vorherrschenden Farben filtern.

Google Image Labeler

Google Bildersuche Logo Google testet viel, um die Bildersuche im Internet weiter zu entwickeln. Um herauszufinden, was auf Bildern wirklich zu sehen ist, braucht Google natürlich Input von Menschen. Dafür stellt man eine Art "Spiel" bereit, den sog. Image-Labeler. Nach der Anmeldung bekommt man Bilder zu sehen, die man jeweils möglichst treffend bezeichnen soll. Was Google mit den Daten anfängt, ist nicht genau bekannt. denkbar ist, dass man so zum Beispiel den Alt-Text oder den umliegenden Beschreibungstext von Bildern "überprüft". Falls es zu großen Differenzen kommt, wird das Bild möglicherweise abgewertet.

Similar Images

Google Bildersuche Logo Aus der Schmiede von Google-Labs, dem "Testlabor" von Google, stammt "Similar Images", also: "Ähnliche Bilder". Mittlerweile ist diese Funktion fester Bestandteil der regulären Google Bildersuche. Google kann mittlerweile die Inhalte auf Bildern, zumindest grob, erkennen und identifizieren. Auf diese Weise können Bildinhalte verglichen und kategorisiert werden. Das Ergebnis wird als "Ähnliche Bilder" angezeigt. Auf jeden Fall eine Funktion, der die Zukunft gehört.

Image Swirl

Google Bildersuche Logo Eine völlig neuartige Form der Darstellung testet Google ebenfalls in seinen Labs: Image Swirl versucht, Bilder visuell zu analysieren und dann in einer interaktiven Form zu präsentieren. Das Ergebnis ist eine Bildersuche, die nicht so statisch, sondern sehr fließend und intuitiv ist. In verschachtelten Kreisen werden jeweils verknüpfte Bilder oder Bildgruppen angeboten. Über Klicks navigiert man sich immer tiefer in die Motivwelt hinein. Eine interessante Bilderreise. Einziger Nachteil: die Navigation und Darstellungsform nimmt viel Platz in Anspruch - die Bilder sind teilweise recht klein.

Google Image-Swirl
Direkt zu "Google Image Swirl"

 

Eigene Bilder optimieren

Damit die eigenen Bilder in den Suchergebnisse weiter vorne angezeigt werden, kann man sie optimieren. Die Suchmaschinen-optimierung von Bildern basiert darauf, die Signale, die Google für die Berechnung der Suchergebnisse benutzt, möglichst effektiv zu bedienen. Es geht also nicht darum, Google mit fragwürdigen Methoden auszutricksen, sondern viel mehr darum, möglichst viele relevante Informationen bereit zu stellen. Weitere Informationen darüber, wie man Bilder optimieren kann, damit sie bei Google weiter vorne angezeigt werden, hier: "Bilder optimieren für Google – Bilder-SEO Basics kompakt".

Google Bildersuche Bild

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