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Die Entwicklung der Bilder

Was ist ein Bild?

Der Begriff "Bild" hat viele Bedeutungen. In aller Regel bezeichnet man einen physikalischen Gegenstand als Bild, dessen Hauptmerkmal ein visueller Eindruck ist. Wenn es transportierbar ist - als handelbare Ware - , kann man diesen Gegenstand an die Wand hängen, um sich dauerhaft daran zu erfreuen. Ein Bild kann aber auch fest an einem bestimmten Standort verankert sein, z.B. als Graffiti oder Fresko. Ein Schwerpunkt der Kunstgeschichte und somit unserer Kulurgeschichte und Zivilisation, ist die Kreation von Bildwerken unterschiedlichster Techniken, z.B. Zeichnung, Aquarell, Ölbilder etc. Für die Erzeugung von Bildern gibt es mannigfaltige Methoden und Techniken. Neben Farben, die manuel auf einen Bildträger aufgebracht werden, gibt es technische Verfahren wie zum Beispiel die Fotografie oder Drucktechniken, an deren Ende ein Bildwerk steht.

Ölbild (Baumstamm)
Ölbild (Baumstamm)
- Martin Mißfeldt, Öl auf Leinwand, Quelle

Das "virtuelle" Bild

Mit dem Aufkommen der digitalen Medien ändert sich die Definition des Bildes. Der physikalische Bildträger entfällt bzw. wird durch den Screen ersetzt, auf dem potentiell Millionen von Bildern angezeigt werden können. Die zunehmende Bedeutung des Internets und insbesondere von Social Media verschiebt den Nutzungshorizont von Bildern. Anders formuliert: im Internet wächst der bedarf nach neuen Bildern stetig. In der realen Welt stagniert er bestenfalls - wahrscheinlich sinkt der bedarf nach "echten" Bildern bereits dramatisch.

Der Verlust der physikalischen Haptik führt auch zu neuen Herstellungsprozessen. Zwar werden nach wie vor noch viele physikalisch vorhandene Bilder eingescannt oder gelangen mittels Digitalkamera in den digitalen Verwertunsgprozess. Aber gleichzeitig werden immer öfter auch digitale Bilder erstellt, die in keinster Weise mehr physikalisch vorhanden sind - außer natürlich in Form kodierter Bytes auf irgendeiner Festplatte.

Sehtest-Bilder
Sehtest-Bild
(Martin Mißfeldt, Gouache auf Papier, digital bearbeitet, Quelle)

Das imaginäre Bild

Damit nähert sich das physikalische Bild dem "imaginären Bild an. Denn ein Bild ist als visuelles Phänomen ein Sinneseindruck, der letztlich im Gehirn jedes Menschen erzeugt wird. Aber das Gehirn kann auch aus sich heraus Bilder erzeugen: die imaginären Bilder. In Träumen oder Visionen können Bilder entstehen, die in der Realität nicht vorhanden sind. Die immer wahrscheinlicher werdende Verschmelzung von digitalen und neuronalen Prozessen könnte in der Zukunft eine enorme Nachfrage an imaginären Bildern auslösen. Die Herstellunsgverfahren für imaginäre Bilder stecken allerdings noch in den Kinderschuhen und werden bislang lediglich in medizinischen Versuchen thematisiert.

Film als Folge von Einzelbildern

Bilder, die in schneller Abfolge gezeigt werden, werden als "Film" bezeichnet. Das Besondere daran ist, dass es zwar viele Einzelbilder sind, die wir allerdings als solche nicht wahrnehmen können. Wir sehen sie stets nur im zusammenhängenden Fluss. Durch kleine Veränderungen entsteht im Auge des Betrachters Bewegung. Von Bildern spricht man im Zusammenhang von Filmen eigentlich nur, wenn es um extrahierte Einzelbilder, sogenannte "Filmstills" geht. Es zeichnet sich ab, dass die Bedeutung von Filmen zunimmt, wohingegen das Interesse an Einzelbildern abnimmt. Ein "Bewegtbild" ist eben mehr als ein "Standbild" - und das Ganze mehr als die Summe seiner Teile. Diese Entwicklung ist zwar aus kulturhistorischen Sicht nicht neu, wird aber durch das Internet extrem beschleunigt.

Die Bild

Nur so nebenbei und der Vollständigkeit halber: Eine große deutsche Boulevard-Zeitung nennt sich ebenfalls "Bild", geschrieben in vier Großbuchstaben.

Bild
Bild
(Digital erzeigtes Schriftbild / Textbild von Martin Mißfeldt, Quelle)

Bilder im Wandel der Wahrnehmungsgeschichte

Die Vorstellung von dem, was ein Bild ist, hat sich im Laufe der Jahrhunderte erheblich gewandelt und wird es auch weiterhin tun. Grundlage für die Definition waren stets die technischen Herstellungs- und Rezeptionsmöglichkeiten. Die digitalen Medien verändern das, was ein Bild ist, grundlegend. Inzwischen gibt es Bildträger, die digitale Bilder zeigen - und auf Knopfdruck austauschen. Das physikalische Bild verliert seinen absoluten Anspruch. Es findet eine Verschiebung des Fokus vom Bild an sich auf den Bildträger statt, der nun Millionen Bilder aus dem Ram oder dem Internet anzeigen kann.

Bilder (lizenzfrei)
Lizenzfreie Bilder
(Foto von Martin Mißfeldt)

Das Bild als handelbare Ware

Bilder werden in aller Regel von einem Urheber erzeugt. Als solchen hat man sämtliche Rechte an dem Bild. Physikalische und virtuelle (digitale) Bilder sind in aller Regel handelbar. Im Idealfall kann der Schöpfer also von Bildern leben. Die Benutzung von Bildern ist daher nicht selbstverständlich. Wer nach Bildern sucht, um sie zu benutzen, sollte sich stets über die Nutzungsbedingungen informieren und gegebenenfalls die erforderlichen Rechte einholen.

Noch ein paar Bilder...

Seo-Bilder
Seo Bilder
(Martin Mißfeldt, Detail aus einer Gouache, Quelle)

Private Bilder:

Private Bilder (Zuckerberg)
Private Bilder (Mark Zuckerberg)
(Martin Mißfeldt, Digitale Collage, Quelle)

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